Astor Piazzollas unverkennbarer eigener Stil, sein „Tango Nuevo“, ist weltbekannt. Mit seinem Tango Nuevo schaffte der Bandoneónspieler im vergangenen Jahrhundert den Sprung in die Klassik, in den Jazz, ja sogar in Rock und Pop. Der Weg dorthin aber war lang und steinig: Piazzollas Bandoneonspiel atmet die Sinnlichkeit und den Rhythmus des traditionellen Tangos und doch lässt er ihn mit ungewöhnlich besetzten Ensembles, erweiterten Spielarten und gewagten Harmonien in einem neuen Licht erscheinen.

Das Trio Engelmann/Godowska/Strümpel spielt seine bekanntesten Werke und führt musikalisch und erzählerisch durch Piazollas wichtigste Lebensstationen.

 

Lassen Sie sich von der Leidenschaft des Tango Argentino mitreißen!

 

"More than Tango - 100 Jahre Piazzolla"

Presseartikel zum Programm "Die Klangwelt des Piazzolla - More than Tango"

 

"Falkensee: Musiktage setzen auf Piazzolla
Halbzeit bei den 22. Falkenseer Musiktagen: Drei Frauen begeisterten am Sonntag mit ihrem Programm zum 100. Geburtstag des Komponisten Astor Piazzolla.

Dieses Konzert war als erstes von sechs Konzerten ausverkauft: „Die Klangwelt des Piazzolla“ bei den 22. Falkenseer Musiktagen. Lag es am Komponisten, lag es an den Künstlern? Die Falkenseer wussten allerdings, auf wen sie sich da einließen. Isabelle Engelmann, Zoya Nevgodowska und Gabriella Strümpel sind schon einige Male in Falkensee aufgetreten. Die Musikerinnen haben schon mehrmals bewiesen, dass sie so vieles so gut können.

Diesmal waren sie ganz auf Piazzolla eingestellt: Rot-schwarz in der Optik, vielfältig und exzellent im Spiel.

Zwischen den Titeln hatten die Künstlerinnen biografische Etappen des Lebens Astor Piazzolla gestellt. „Wir haben die Stücke für ein klassisches Klaviertrio eingerichtet, haben geschaut, welches Instrument die Rolle des Bandoneons übernehmen kann“, erklärte die Pianistin Isabelle Engelmann. Mit Violine, Cello und Klavier machten die drei den Tango zum Musikgenuss und fanden ihren eigenen, an der Klassik orientierten Stil.

So bei Piazzollas bekanntestem Stück „Libertango“, aber auch bei den Tango-Etüden. Das Schluchzen, das Träumen, das Verlockende, das Träumende, das Strahlende – alles fand sich in diesem Konzert.

Am Ende des Konzertes wurde klar, warum Piazzolla den Tango gesellschaftsfähig gemacht hat, wie er ihn aus verruchten Kneipen heraus in Konzertsäle geführt hat. Für die Musikerinnen gab es in Falkensee den verdienten Applaus von einem begeisterten Publikum. Und als Zugabe spielte das Trio einen Tango über die Auferstehung des Engels. Ganz zart, ganz innig, ganz Gefühl."


Von Marlies Schnaibel

(Kritik aus der Märkischen Allgemeinen, 12.09.2021)